06.05.2024

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Am 5. Mai hieß es: „Viel vor für Inklusion! Selbstbestimmt leben – ohne Barrieren“. Die BBW-Leipzig-Gruppe rief dazu auf, sich für Selbstbestimmung, Barrierefreiheit und eine inklusive Gesellschaft stark zu machen. Trotz des Wetters kamen zahlreiche Besucher*innen mit und ohne Behinderung, um an der Aktion „Ein Stück vom Kuchen“ teilzunehmen.

Unterstützt wurde die Aktion von der Diakonie Sachsen und Leipzig. Der Chor Sing&Sign performte in Gebärdensprache, die Theater-AG der Diakonie am Thonberg und auch die inklusive Kompanie vom Tanzlabor Leipzig berührten die Gäste mit ihrer Performance. Das Tanzlabor Leipzig machte darauf aufmerksam, dass es insbesondere im Kulturbereich weit mehr Inklusion bedarf.

„Alle Orte müssen für Menschen mit Behinderung zugänglich sein. Solche Orte sind:  Museen, Theater, Bibliotheken, Kinos, Konzerthallen und so weiter. Doch viele davon sind nicht für Menschen mit Behinderung zugänglich. Da freut man sich auf einen tollen Film, aber dann gibt es keine Audiodeskription für blinde Menschen. Da möchte man gerne zu einer Buchlesung, aber da gibt es keine Gebärdensprachdolmetschung für gehörlose und taube Menschen. Da entdeckt man ein spannendes Theaterstück, aber das Theater ist nicht mit Rollstuhl zugänglich“, so Anna Müller vom Tanzlabor in ihrer Rede.

Schirmherrin der Veranstaltung war Dr. Martina Münch, Sozialbürgermeisterin der Stadt Leipzig. „Wir müssen noch stärker darauf hinarbeiten, dass die gemachten Versprechen mit Leben erfüllt werden. Unsere Bemühungen müssen noch stärker darauf abzielen, eine diversere und inklusive Gesellschaft zu schaffen, die uns am Ende alle bereichern wird. Das bedeutet zum einen: Wir müssen den öffentlichen Raum für alle barrierefrei gestalten. Zum anderen bedeutet es aber auch, dass wir Leistungen und Angebote bedarfsgerecht und inklusiv gestalten. Unser Ziel muss es bleiben, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt und in allen Bereichen an unserer Gesellschaft teilhaben können – sei es in der Arbeitswelt, in der Bildung oder Kunst und Kultur. Es wird Zeit, dass wir Menschen mit Behinderung noch stärker in die Mitte der Gesellschaft holen“, betonte Leipzigs Sozialbürgermeisterin.

An einer großen Kaffeetafel kam es zum Austausch über das zentrale Thema Mitbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Dr. Annalena Schmidt, Projektleiter*in "Demokratie gewinnt!" der Diakonie Sachsen, leitete einige Gesprächsrunden zum Thema Demokratie.

Die Aktion zum Protesttag ist eingebettet in die gemeinsame Kampagne „Nächstenliebe eine Stimme geben“ mit der Diakonie Sachsen, die im Wahljahr 2024 für den Schutz und die Stärkung der Demokratie und ein gerechtes und friedliches Miteinander wirbt.

Mehr zur Kampagne

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Christine Heuer

Christine Heuer

Leiter*in Unternehmenskommunikation

Tel. (0341) 41 37-789
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Bildergalerie

Auftritt der Theater-AG
Anschnitt des Kuchens mit Tobias Schmidt, Hauptgeschäftsführer*in der BBW-Leipzig-Gruppe
Blick auf den Nikolaikirchhof beim protesttag
Rede der Schirmherrin Dr. Martina Münch, Sozialbürgermeisterin der Stadt Leipzig
Besucher*innen beim Protesttag 2024
Mitarbeitenden verteilen den Kuchen an ALLE beim Protesttag zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen. Dahinter ein Kamerateam des MDR
Blick auf die Kaffeetafel beim Protesttag
Christiane Gaida von Radio Blau spricht beim Protesttag
Aufführung der Theater-AG der Diakonie am Thonberg; man sieht zwei Menschen im Rollstuhl, die Schilder tragen "nehmt mich ernst!" und "Hört mir zu!" steht auf den Schildern.
Blick auf den Nikolaikirchhof beim Protesttag zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen
Blick auf den Nikolaikirchhof beim Protesttag, im Hintergrund ein großes Plakat der Aktion
Stefan Knobloch (Teilnehmer*in der Diakonie Leipzig) betreute den Button-Aktionsstand
Auftritt von Sing & Sign (inklusives Ensemble)
v.l.: Tobias Schmidt (Hauptgeschäftsführer*in BBW-Leipzig-Gruppe), Sabrina Koch (Koordinatorin Fachdienst, Fachbereich Behindertenhilfe der Diakonie Leipzig), Elke Baier (Frauenbeauftragte, Lindenwerkstatt Lindenau)
Blick auf die Kaffeetafel
Das Tanzlabor Leipzig mit einer bewegten Rede
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